Wie begegnet der Mensch der Not

 

Machen wir uns nichts vor, wir Menschen neigen dazu, einen Schuldigen zu suchen. 

 

Bei einigen von uns richtet sich diese Suche zu allererst nach Innen und wir forschen erstmal nach dem Anteil Eigenverschulden oder klagen uns gar selbst gnadenlos an. Bei Anderen richtet sich der Blick stets zuerst nach Aussen. Bestimmt findet sich ein Mensch im Fadenkreuz einer Beschuldigung. Wenn nicht, dann ist da immer noch Gott, der zuallerletzt sowieso, Mitschuld oder gar Grundschuld an allen Versagen trägt. Hätte er ES doch verhindern können, wenn er denn gewollt hätte!

 

Ich stelle fest, dass im Blick auf die Not, der Mensch oft wütend auf Gott wird und anklagend die Faust erhebt. Beschuldigend findet er darin Bestätigung, Gott weitergehend abzulehnen oder gar seine Existenz fortsetzend zu verneinen.

 

Alles aufgrund des Vorbehalts: wenn’s einen Gott gäbe, dann würde er doch eingreifen?! Fazit: es gibt keinen Gott!

 

Oder

 

Ein barmherziger und liebender Gott würde Dis & Das keinesfalls zulassen oder erdulden. Er würde handeln! Fazit: Ich glaube es gibt einen Gott, doch zu ihm gehören oder mich mit ihm befassen will ich mich nicht. Denn so wenig wie er sich um uns schert, schere ich mich auch nicht um ihn!

 

Wenn ich diese Aussagen so alleine stehend betrachte, kann ich sie sehr wohl ein wenig verstehen und auch begreifen, dass Menschen sie zur Orientierung oder Grundlage ihres Glaubenslebens erklären.

 

Leider, leider aber, schliessen beide Haltungen den wirklichen Blick auf Gott komplett aus. 

 

Wir bezweifeln zwar Gottes Existenz, dennoch tragen wir ihm alles nach, was falsch läuft in dieser Welt. Wir klagen an was er alles zulässt obschon wir ihn als inexistent oder unrelevant eingestuft haben.

 

Einst war die Schweiz eine Nation, die das Kreuz, den Glauben an Gott hochgehalten und proklamiert hat. Sowohl im Ursprung und Gründung der Schweiz bis hin zum Religionsunterricht an den Schulen und Bibeln in jeder Hotel-Schublade.

 

Doch an allen Ecken und Enden wird dieser Glaube, dieser Gott schon seit Jahren kontinuierlich aus allen Schweizer-Winkeln vertrieben. Der Religionsunterricht in den Schulen gleicht heute eher einer Realienstunde mit multikulturellem Hintergrund. Die Bibeln verschwinden aus Klassenzimmern und Hotelschubladen und auch schon zahlreiche Bestreben gingen dahin, die Nationalhymne humanistisch und gottverbannend anzupassen.

 

Mir stellen sich folgend zwei nagende Fragen: 1. Wie kann der Mensch Gott anklagen, wenn’s ihn doch gar nicht gibt? 2. Wieso ist der Mensch nur so dreist, Gottes Nichteingreifen zu bemängeln. Wenn doch der Mensch Gott aus seinem Leben gänzlich verbannt hat?

 

Betrachten wir die Situation doch einmal von einer anderen Seite her.

 

Da gibt’s, da gabs schon immer einen Gott der uns dazu erschaffen hat mit ihm Gemeinschaft zu pflegen. Der uns konstant mit allem was wir bedürfen uneingeschränkt versorgen wollte. Dieser Gott stellte eine einzige Gehorsamsregel auf um des Menschen freien Willens willen. Dieser Gott, er wollte keine Marionetten die ihm gehorsam folgen weil sie gar nicht anders können. Vielmehr wollte er ein Gegenüber, dass ihm zu vielen Teilen «gewachsen» ist.  Sowohl eine Schöpferkraft und hohe Intelligenz, eine geistige Ebene um mit ihm auch im nicht unmittelbaren Kontakt verbunden zu bleiben und eine gewaltige Fähigkeit zu Lieben mit allen Sinnen, hat Gott in den Menschen hineingelegt.

 

Doch der Mensch wandte sich ab. Er wollte es besser wissen, wollte mehr, NOCH MEHR!

 

Auch unsere Entstehungsgeschichte wird verlacht und als inexistent erklärt. Dennoch kommen wir von irgendwo her. Der Urknall hats gebracht, wow! Ok, es ist eine Möglichkeit die ganze Komplexität und Wunderhaftigkeit unserer Welt, des Universums und der ganzen physikalischen Gesetzmässigkeiten als Zufall oder zufälligen Entwicklungsfortlauf, zu bezeichnen.

 

Wer jedoch dieser Erklärung nicht komplettes Vertrauen schenken kann, kommt nicht umhin sich zu fragen, in welcher Form er nun an einen Schöpfergott glauben will.

 

Fakt ist, dass kaum ein Mensch, in der Not, nicht bei Gott eine gewisse Mitschuld mutmasst.

 

Wenn wir das aber tun, tun wir auch gut daran, den Gedanken zu Ende zu denken und nicht nur die eine Seite der Kugel zu betrachten. Denn nur, weil ich die Hinterseite einer Kugel beim Betrachten nicht sehe, ist sie nicht weniger existent! Sobald ich sie zu drehen beginne, wird mir das spätestens klar.

 

Also versuchen wir doch mal «die Kugel zu drehen»…

 

1. Gott existiert und möchte mit uns Gemeinschaft haben

2. Doch wir wenden uns ab, können oder wollen es selber schaffen

3. Wenn wir dann in Not geraten, schauen wir umher und hoffen auf Gottes Hilfe. Doch leider scheint er meilenweit entfernt. Eine Kluft hat sich entwickelt, zwischen Mensch und Gott. So ist es dem Menschen unmöglich geworden, sich diesem Gott weiter als bis an den Klippenrand, zu nähern.

 

Wäre es nicht viel gescheiter Gottes Nähe zu suchen, sich ihm zu nähern, bevor wir in Not geraten?

 

Überaus dankbar kann ich dir zwei Dinge verraten:

 

1. Gott liebt dich uneingeschränkt und mit einer Leidenschaft die deine Vorstellungskraft sprengen wird! Dieser Gott, will mit dir Gemeinschaft haben und dir so manch brennende Frage beantworten die du in deinem Herzen trägst! Er will dir nahe sein, dir in allem beistehen und helfen. Er will dir jederzeit Mut machen, dich trösten, dich mit alle dem versorgen, was du nötig hast.  Die Frage ist – willst auch du ihn?

 

2. Dieser grosse Gott, wartet auf dein «zu ihm kommen». Täglich, Jetzt! Er geht damit sogar so weit, dass es ihn nicht schert ob du vor deiner Not zu ihm findest oder erst dann, wenn dir die Plörre bis zum Kinn steht. Auch in der grössten Not, im grössten Versagen und nach der längsten Ablehnungsphase die man sich vorstellen kann, sagt er bereitwillig – KOMM, ich bin da!

 

Die Kluft, zwischen Mensch und Gott ist zwar entstanden und eine unumstössliche Realität. Doch es gibt eine Brücke und die heisst JESUS!

 

Denn schon vor Anbeginn der Zeit, wusste dieser Gott vom Eigensinn seines Geschöpfs, welches er so liebevoll geschaffen hatte. Er wusste sehr wohl, dass sich dieser Mensch von ihm abwenden und seine eigenen Wege verfolgen würde.

 

All seine, in den Menschen hineingelegten Anlagen, die Intelligenz, die Schöpferkraft, ja gar die Geistesebene würde er für seine ganz eigensinnigen Zwecke nutzen.  Gott wusste um den Zustand, dass daraus, nichts Gutes entstehen konnte. Der Mensch brachte es fertig, die wundervoll, von Gott geschaffene Welt systematisch zu zerstören. Alle Intelligenz und Schöpferkraft und Geistesebene welche auch ohne Gott im Menschen angelegt sind, dienen ohne Verbundenheit zur Ursprungsquelle der Schöpfung, nur dem Eigensinn und Selbstverwirklichung des einzelnen Menschen. Es entstanden Kriege, Krankheiten entwickelten sich und Nöte an allen Ecken und Enden schreien seit vielen Jahren und Jahrhunderten mit lauter Stimme zum Himmel. Und der Mensch schaut sich um und kann Gott nicht entdecken.

 

In diese Voraussicht hinein, plante Gott bereits seine Brücke ein. Er schickte Jesus um den Menschen wieder mit Gott zu verbinden. Jesus, der unschuldig sein Leben für unsere Schuld, für unseren Eigensinn, unser Weglaufen, Abwenden von Gott, gab. Starb in deinem und meinem Namen. Um meiner und deinetwillen!

 

Gott scherte sich nicht um seinen eigenen Status. Jesus, als Sohn Gottes, verliess die Unantastbarkeit und Heiligkeit um Mensch zu werden, mit dem einen Ziel, den Menschen wieder neu mit Gott zu versöhnen. Immer wieder wurde er auf’s derbste Verachtet, Abgelehnt, und am Ende sogar komplett unschuldig gefoltert und getötet. Wozu?

 

Um für den Menschen einen neuen Zugang zu schaffen, sich Gott zu nähern und mit ihm verbunden zu werden.

 

Wenn dich all dies nicht kalt lässt und dir die Liebe Gottes dein Herz wärmt, dann sag doch jetzt, gerade heute –  JA ICH KOMME ZURÜCK!

 

Gott wartet nur auf dein JA, wenn du ihm dein ja gibst, wird er noch heute, gerade jetzt in dein Herz einziehen und dir fortan in allem helfen. 

 

Ganz nah, ganz persönlich, ganz authentisch!

 

 

Text: Maya Livers 1.4.20